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Sport kann in die Gesellschaft wirken!
 
Dies kann er aber nur, wenn alle einen Zugang zum Sport haben, wenn alle ihren Fähigkeiten und Wünschen entsprechend Sport treiben können und den Menschen die große Bedeutung des Sports vermittelt wird. Die Bevölkerung muss mitgenommen werden! Nur so kann jeder für sich erkennen, wie wichtig Bewegung und Sport für ein gesundes Leben sind. Und nur so entscheiden sich junge Talente für eine anspruchsvolle Laufbahn im Spitzensport. Wenn sich die Gesellschaft mit dem Sport identifizieren kann und ihr dessen Werte bewusst sind, wird es künftig auch leichter möglich sein, Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland auszutragen!
 
"Wenn wir an Sportunterricht denken, dann denken wir immer noch an blaue Matten, die um den Barren herum ausgerollt werden und an die Schlange der Schüler davor" Auch methodisch besteht Nachholbedarf. Dass die Schwachen, Dicken und Langsamen im Sport wie von selbst aussortiert werden und das Fach bei einigen Angst hervorruft, dagegen müssen wir ankämpfen. Kooperativer Gruppenunterricht ist ein Ansatz: Stärkere und Schwächere bilden zusammen kleine Teams und müssen gemeinsam Strategien entwickeln, wie sie erfolgreich spielen.
Auch das Wählen der Teams sollte der Vergangenheit angehören: Kaum einer der schwächeren Sportschüler wird in seinem Leben die Momente vergessen, in denen er als letzter gewählt wurde.
 
Schließlich ist die Schule der einzige Ort, an dem das Motto "Sport für alle" gelte.
 
In den vergangenen 25 Jahren ist die Beweglichkeit der Kinder, ihre Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer um 10 bis 15 Prozent zurückgegangen, so Sportwissenschaftler Brettschneider. Die Rumpfbeuge, bei der man mit den Fingerspitzen den Fußboden erreichen muss, schaffen 43 Prozent nicht mehr; ein Viertel der Kinder treibt überhaupt keinen Sport, wie eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts belegt.
Lehrer beobachten zudem, dass die Ganztagsschule die sportliche Aktivität der Schüler bislang eher bremst, anstatt sie anzukurbeln. Der Ganztagsbetrieb kollidiert mit den Sport-AGs, die viele Schulen häufig am Nachmittag anbieten. Konkrete Konzepte, wie sich Sport und Bewegung sinnvoll in den ganztägigen Schulbetrieb eingliedern lassen, beispielsweise durch Kooperationen mit Vereinen, vermisst GEW-Sportkommissions-Sprecher Eith. Auch der erhöhte Stundenumfang im auf acht Jahre verkürzten Gymnasium zwingt viele Jungen und Mädchen dazu, sich bei den Sportvereinen abzumelden.
 
Im Sport und gerade im Schulsport haben wir die Chance grundlegende Werte unserer Gesellschaftkennen zu lernen. Im Sport müssen wir mit Siegen und Niederlagen umgehen können.
Man lernt, dass Erfolge auch mit persönlicher Anstrengung verbunden sind, dass sich aber gerade dann ein Gefühl tiefer Zufriedenheit einstellt, wenn man ein Ziel mit hohem persönlichem Einsatz erreicht hat,ohne dabei "zu mogeln". Fair Play ist eine elementare Grundlage des gemeinsamen Sporttreibens.
Erst der faire Umgang miteinander gewährleistet, dass alle Beteiligten weiterhin Lust zum gemeinsamen Sport haben. Der unfaire Sportler wird ausgeschlossen oder steht nachher alleine da. 
 
Und wer hat beim Fußballspielen schon Lust immer nur alleine den Ball hoch zuhalten?